Artikel von Paz Aburto Guevara über Lotty Rosenfelds Kreuze im öffentlichen Raum
18.05.2007 by Urban Interface Berlin

Im April dieses Jahres war die chilenische Künstlerin Lotty Rosenfeld (geb. 1943 in Santiago) in Kassel, um ihre Intervention Una Milla de Cruces sobre el Pavimento (Eine Meile aus Kreuzen auf dem Asphalt) von 1979 für die Präsentation auf der documenta 12 vorzubereiten. Mit dieser damals illegal durchgeführten und inzwischen mythischen Aktion des Widerstands gegen die Pinochet-Diktatur betrat sie als Erste in Chile das Feld der Kunst im öffentlichen Raum. Seit 1979 arbeitet die Künstlerin im und mit dem öffentlichen Raum, um Formen der Kontrolle und Konditionen unseres Verhaltens zu untersuchen und aufzudecken. Die Anbringung der Kreuze verändert geltende Codierungen von Mobilität im öffentlichen Raum und ihre Funktionen der Ein- und Begrenzung: Sie benutzt ein Zeichen der Straßenmarkierung, die unterbrochene weiße Linie, welche die Straßenspuren voneinander trennt, als Zeichnung und verändert deren Form. Durch das Hinzufügen einer weiteren Linie auf der Straße entsteht eine neue Zeichnung – ein Kreuz.

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